Im Landkreis Erding lebten und arbeiteten über tausende ZwangsarbeiterInnen, doch es gibt kaum Erinnerungen an sie. Das wollen wir ändern und eine öffentliche Datenbank mit Namen, Wohnadressen und Herkunftsorten der Zwangsarbeiter erstellen. Daraus soll bis April 2020 eine interaktive Karte für den Landkreis Erding entstehen.

Wer und Wie?

Jede/r der mitmachen will und bereit ist mit einem Laptop (kann bei Bedarf mitgegeben werden) im Staatsarchiv Arbeitskarteikarten abzutippen. Diese wurden während des Krieges vom Arbeitsamt Erding angelegt, um die ZwangsarbeiterInnen kontrollieren und ausweisen zu können.

Was?

Mit den gesammelten Daten wollen wir bis zum Jahrestag der Befreiung des Landkreis Erdings auf der Domain www.geschichte-erding.de eine Datenbank erarbeiten, die wir zusammen mit der Münchener Agentur Medienstürmer ins Netz stellen werden.  Ein Denkmal an jene tausenden PolInnen, UkrainerInnen, Jugoslawen, Italiener, die hier lebten, liebten und litten.

Wo?

Wir treffen uns im Bayerischen Staatsarchiv in München (am Odeonsplatz). Fahrtkosten können leider nicht erstattet werden.

Wann?

Jeden Freitag gehen wir zusammen, aber jede/r kann selber entscheiden wann und wie lange.

Warum?

Ein (virtuelles) Denkmal zu setzen bedeutet auch immer ein Zeichen für die Zukunft, zur Orientierung, in welcher Stadt und in welcher Gemeinschaft wir leben wollen.

Unser Gemeinschaftsprojekt verfolgt die Absicht, dass alle ermittelten und abgetippten biographischen Daten (Namen, Adressen, etc.) jedem gehören und frei zugänglich sind – solange eine Veröffentlichung nicht gegen Persönlichkeitsrechte verstößt. Daraus soll eine online-Darstellung unter www.geschichte-erding.de entstehen.

Als pendelnder Erdinger Historiker zwischen Erding und den Vereinigten Staaten stehe ich als Koordinator des Projekts zur Verfügung. In den letzten vier Jahren konnte ich immer wieder mit dem Historischen Verein Erding sowie mit dem Stadtmuseum Erding zusammenarbeiten und dabei die Geschichte der ausländischen ZwangsarbeiterInnen in das Zentrum der Öffentlichkeit rücken. Nun ist es an der Zeit, gemeinsam ein größeres Projekt zu wagen. Ich werde auch persönlich den technischen Ablauf unterstützen – wir werden zusammen die Software herunterladen und installieren (Microsoft Excel oder Open Office) sowie zusammen jeden Arbeitsschritt durchgehen!

Um alle offenen Fragen zu beantworten und das weitere Vorgehen zu koordinieren, findet am

Samstag, den 7. Dezember 2019 im Stadtmuseum Erding um 13:30 Uhr das dritte öffentliche Koordinerungstreffen statt.

Interessenten sind herzlich eingeladen, egal ob Sie mitmachen oder sich einfach nur informieren wollen.

Schreiben sie mir eine kurze Mail an giulio.salvati@nyu.edu wenn Sie Fragen haben oder mitmachen wollen und bringen Sie zum ersten Treffen alle Ihre Fragen mit!

Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung.

Giulio Salvati

Betreiber: Giulio Salvati

Rotkreuzstrasse 11, 85435 Erding

08122   55 97 97

gs2777(AT)nyu.edu